Gutes Leben in seltsamen Zeiten

Hiermit starte ich mein 6-Wochen-Projekt zum Thema “Gutes Leben in seltsamen Zeiten”. Ab heute, dem 06.11. wird es bis zum 18.12. jeden Tag einen Post geben. Ich möchte das Projekt für mich nutzen um endlich mal die ganzen Gedanken dazu zu formulieren, die ich zum Thema im Kopf habe. Und ich bin auf der Suche nach denen unter euch Leser*innen, die sich genau wie ich fragen, wie man das eigentlich so hinkriegt mit dem guten Leben, wenn alles um einen herum immer noch seltsamer, verrückter und auch beängstigender wird. Die sich das alles anschauen und sich fragen:

Muss das eigentlich alles so sein?

Müssen wir wirklich so leben, arbeiten, konsumieren, unterwegs sein, Beziehungen führen wie wir es tun? Tun wir uns eigentlich wirklich gut damit? Dass wir unserem Heimatplaneten damit nicht gut tun, sollte inzwischen eigentlich allen klar sein. Dass unser Lebensstil in den reichen Ländern zur Ausbeutung von Menschen in ärmeren Ländern beiträgt, auch.

Aber wie geht es richtig? Geht es überhaupt richtig?

Wenn ich konventionell hergestellte Kleidung kaufe, ist es fast egal, welchen Hersteller ich wähle, die Kleidung kommt doch aus denselben Fabriken mit mehr oder weniger fragwürdigen Produktionsbedingungen. Aber wenn ich nachhaltig produzierte Mode kaufen will, ist die im Schnitt teurer, was sich vielleicht nicht jede*r leisten kann.

Und wenn wir versuchen, uns gesünder zu ernähren, z.B. weniger Fleisch zu essen und stattdessen zu einer Avocado greifen, dann können wir inzwischen zahlreiche Artikel dazu finden, dass Avocados eine ganz schlechte Umweltbilanz haben. (Im verlinkten Artikel steht aber auch, die Umweltbilanz von Fleisch sei noch schlechter.)

Aber selbst wenn wir mal nur auf uns selbst schauen: Wie gehen wir eigentlich mit uns selbst um, unseren Körpern, unseren Gefühlen, Wünschen, Bedürfnissen, Werten, Träumen, Zielen? Behandeln wir uns selbst liebevoll, respektvoll? Tun wir uns selbst eigentlich gut oder befinden wir uns nicht oft im andauernden Kampf mit uns selbst, kritisieren, nörgeln, verurteilen uns selbst.

Fühlen wir uns eigentlich verbunden?

Für mich ist das die zentrale Frage, wenn es darum geht, wie wir ein gutes Leben führen können. Meine Beobachtung ist, dass wir sehr oft das Gegenteil leben: Entfremdung. Von uns selbst, von unserer Arbeit, von anderen Menschen, von unserer Umwelt. Selbst die Natur wird oft nur noch konsumiert anstatt erlebt. Um Natur zu erleben, reicht aber ein Spaziergang oder eine Radtour, da muss man nicht erst einen Kurs im Waldbaden buchen. (Ich hatte gerade den Gedanken, dass wir erst in einem Kurs – für den wir bezahlen – uns erlauben, mal etwas für uns selbst zu tun.)

Wenn man sich die Frage stellt, wie das geht mit dem guten Leben in seltsamen Zeiten, läuft man Gefahr, ganz konfus zu werden. Es gibt so viele Perspektiven, aus denen man sich die Frage stellen kann. Aber ich mache hier das Fass mal bewusst groß auf, lasse nichts raus. Die konkreten Veränderungen, die macht man dann in kleinen Schritten, nachdem man sich überlegt hat, wo man anfangen will. Im Moment sammele ich erst mal, beobachte.

Aber bevor es zu theoretisch wird – hier der erste Impuls für euren Alltag:

Wie viele Baumarten kennt ihr eigentlich? An wie vielen Bäumen lauft ihr vorbei, von denen ihr nicht wisst, zu welcherArt er gehört. Macht ein Foto und findet den Namen heraus. Eine gute Seite dazu ist Baumkunde.de, es gibt aber auch Apps dazu, für Android gut bewertet ist Pl@ntNet.

Morgen habe ich dann eine schöne Übung zum Thema In-Verbindung-Sein für dich!

Bis Morgen!!

Katrin

PS: Ich stehe mit den Firmen/Seiten/Produkten, die ich verlinke in keiner Geschäftsbeziehung. Die Verlinkungen erfolgen nur aus inhaltlichen Gründen.